Piratennest Picton

26
April
4

Die Osterferien sind vorbei und ich bin zurück in Auckland. Ist alles ein wenig anders gelaufen, als ursprünglich geplant…

Nachdem wir eine bitterkalte Nacht im Zelt auf einem Campingplatz in Maharau verbracht hatten sind wir morgens früh aufgebrochen und hatten dann an diesem ersten Tag  auch noch Glück mit dem Wetter. Traumhafte Strände und schöne Landschaften.Unmittelbar nach unserer Ankunft in Anchorage, dem ersten Etappenziel des Tracks, hat es dann jedoch  stark zu regnen angefangen und leider auch nicht mehr aufgehört. Da für die gesamten nächsten Tage ebenfalls Regen angekündigt war, haben wir uns dann dazu entschlossen den Track nicht zu beenden. Wie wir später erfahren haben war das die richtige Entscheidung, denn selbst erfahrene Guides haben ihre Wander- und Kajaktouren entlang des Tracks wegen des Wetters abgesagt. Wir sind dann noch über die erste Gezeitenpassage weiter bis Torrent Bay, wo sich ein öffentliches Telefon befindet und haben uns dort von einem Wassertaxi abholen lassen. Wassertaxi fahren macht auch bei miesem Wetter und entsprechendem Seegang extrem viel Spaß.

Von Oghel, den wir zufällig in Maharau getroffen haben, haben wir den Namen eines guten Hostels in Picton erfahren und das dann auch direkt angesteuert. Picton ist ein kleines Fischerdorf das hauptsächlich von der Fährschifffahrt lebt. Wenn man von Wellington aus auf die Südinsel übersetzt, führt praktisch kein Weg an Picton vorbei. Das Dorf liegt inmitten der Marlborough Sounds und da wir die verbleibende Zeit noch ein wenig nutzen wollten haben wir uns entschieden statt des Abel Tasmans den dortigen Queen Charlotte Track zu machen. War dann auch wirklich sehr schön. Tolle Fjordlandschaft, Regenwald und auffällig viele Vögel.

Das Hostel in Picton, “The Villa”, war auch wirklich gut & hat so ziemlich alles zu bieten, was das Backpackerherz begehrt. Es gibt eine Reihe von Hostels in Picton und da der Konkurrenzdruck untereinander ziemlich hoch ist, bekommt man einiges geboten. Die Villa hat einen Spa im Innenhof, man kann kostenlos Mountainbikes leihen (mir ist allerdings auf einer Tour auf halber Strecke der Hinterreifen geplatzt – aber geschenktem Gaul…) und jeden Abend heißen Apfelkuchen (Crumple-Apple) mit Vanilleeis for free. Wirklich vom Feinsten.

Unglücklicherweise ist mir in eben diesem Hostel am letzten Abend meine Kamera aus dem Zimmer geklaut worden. Vermutlich während ich faul im Spa saß. Hab’s dummerweise erst am nächsten Morgen gemerkt. Da war’s natürlich schon viel zu spät. Heiko und ich haben uns in ein Vierbettzimmer eingemietet und hatten nicht so wirklich Einfluß darauf, dass die Zimmertür immer fest verschloßen ist. Ich hab’ nachdem ich’s bemerkt hatte erstmal im Hostel Alarm geschlagen, hab’ dann nochmal alles abgeklappert und bin anschließend zur Pictoner Polizei.

Neben der Kamera sind ungefähr 500, zum Teil sehr schöne, Bilder weg. Bilder aus Wellington, von den Abel Tasman – Stränden, der Gezeitenpassage, meinen Track- Buddies Heiko, Niko, Kathrin, Matthias und Henning, unserem improvisierten Nachtlager, sowie den Seelöwen, die faul und gemütlich auf den Pontons der Fischfarmen innerhalb des Marlborough Sounds schlafen.

Ich kann gar nicht sagen wie mies es sich angefühlt hat die Kamera in Picton zurücklassen zu müssen.

Nach einer weiteren Nacht (im YHA) und einem weiteren verregneten Tag in Wellington (den wir im sensationellen Te Papa Museum verbracht haben) sind wir  zurück nach Auckland.

Torrent Bay - Wassertaxi

Queen Charlotte Track

4 Kommentare

  1. Manfred on April 28, 2009 5:19

    Hi Dennis, mit Deiner Kamera tut mir sehr leid – für Dich und für uns. Die tollen Fotos waren immer das Sahnehäubchen auf Deine Tagebucheinträge. Kann ich Dir irgendwie helfen? Hätte noch eine DigiCam Canon Power Shot S20 im Angebot. Ist zwar keine Spiegelreflex aber macht auch gute Bilder. Liegt ja am Fotografen. Soll ich die Dir schicken?
    Herzliche Grüße
    Manfred

  2. Dennis on April 28, 2009 2:08

    Hi Manfred, vielen Dank für Dein liebes Angebot, aber ich denke ich werde ein paar Überstunden machen und mir die Kamera innerhalb der nächsten zwei Wochen zurückerarbeiten. Meine vorherige Kamera war Gott sei Dank keine teure Spiegelreflex, sondern “nur” eine Sony Cybershot und die war zum Glück um einiges günstiger, sodass der Verlust zumindest kein allzu tiefes Loch in mein Budget reißt. Im Moment muss ich ohnehin viel Zeit in die Uni investieren, sodass ich kaum Zeit zum knipsen finden werde. Aber nochmals, vielen vielen lieben Dank & viele liebe Grüße Nele und Fuseline :D !!

  3. stefan rose on Mai 1, 2009 1:30

    oh man das ist ja ein pech. hoffe dass die impressionen dir ein wenig rückvergütung verschaffen. wie geht es eigentlich den cheerleadern? :O)

  4. Dennis on Mai 1, 2009 1:54

    ja, wirklich pech, mist, aber den Cheerleadern geht’s gut, ich grüß’ sie das nächste mal von Dir und nein die frauen sind hier nicht alle so klein, Du würdest es aber trotzdem mögen :) und wg. der Impressionen… hoffe eher, dass mir die Versicherung was rückvergütet :D

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