Letzten Freitag haben wir uns zu sechst einen Van gemietet und sind damit in den Tongariro Nationalpark aufgebrochen, um dort eine der bekanntesten und schönsten Eintageswanderungen Neuseelands zu machen.

screenshot_011

Mount Ngauruhoe

Nach ca. 5 Stunden Fahrt sind wir am Freitagabend gegen elf (ich hatte noch eine Veranstaltung bis um fünf) in der Howards Lodge angekommen. Wir ( Melanie, Kathrin, Niko, Heiko, Mark & ich) hatten dort vorher für kleines Geld (27NZ€ / Person und Nacht) ein Zimmer gemietet, in dem es sich wirklich sehr gut schlafen ließ. Nach einem üppigen Frühstück sind wir dann am nächsten Morgen gegen 8 Uhr mit einem Shuttlebus zum 30 Minuten entfernten Startpunkt der Wanderung in Mangatepopo gefahren worden. Die Tour gilt als stark wetterabhängig und kann nur im Sommer ohne spezielle Ausrüstung bewandert werden. Jetzt gegen Ende März war also eine der letzten Möglichkeiten das Crossing problemlos und ohne größere Vorbereitungen  machen zu können. Obwohl es hier langsam auf den Herbst zu geht hatten wir mit dem Wetter großes Glück und es schien während des gesamten Wochenendes die Sonne.

screenshot_03

Tongariro Crossing

Die erste Etappe des Crossings führt einen zu den Soda Springs (1300m), einer kleinen Quelle mit natriumcarbonathaltigem Wasser. Die Strecke ist hier noch nicht sehr steil und leicht begehbar. Das ändert sich jedoch während des nächsten Streckenabschnitts zum Südkrater entschieden. Die Strecke wird äußerst steil und es geht hinauf bis auf schweißtreibende 1600m. Den höchsten Punkt der Tour erreicht man dann nach ca. 8-9 Kilometern am Roten Krater (1900m). Von da an geht es von da an wieder gemächlich bergab, vorbei an den türkisblauen Emerald Lakes mitten hindurch durch die triste Landschaft des Zentralkraters hin zum Blue Lake. Vorletzte Station ist dann die Ketetahi- Hütte, wo man zur Not auch übernachten könnte, falls man sich mal im Timing verzetteln sollte. Von der Hütte aus windet sich dann eine weit auslaufende Serpentine den Vulkanhang hinab und führt einen schließlich durch ein Stück Regenwald zum Endpunkt des Crossings, dem Ketetahi Car Park.  Wir haben für die gesamte Strecke (ca. 19Kilometer) mit Pausen und allem Drum und Dran ca. 9 Stunden gebraucht. Die Landschaft ist an vielen Stellen wirklich faszinierend und abwechslungsreich. Die erst kürzlich angeschafften Wanderschuhe (mit 120NZ$ ein echtes Schnäppchen) haben sich auch bewährt. Hatte nicht eine Blase an den Füßen.

Tongariro National Park

Nachdem uns der Bus dann am Abend wieder zum Hostel gebracht hatte, sind wir noch kurz zum Essen in die Schnapps- Bar und anschließend direkt in die Falle :D

Am Sonntag haben wir auf dem Rückweg nach Auckland noch für ein paar Stunden Zwischenstopp in Taupo gemacht und ich bin zum ersten Mal mit Auto im Linksverkehr unterwegs gewesen. Außer, dass ich ein paar mal mit dem Scheibenwischer geblinkt habe und mit der Bremse kuppeln wollte (zum ersten Mal Automatik- Getriebe !) gab es keine nennenswerten Probleme. Ganz im Gegenteil. Ich hab´ das Autofahren durch die wunderschöne, kurven- und hügelreiche Landschaft wirklich genossen. Sweet as :D

Nach einem kurzen Kaffee- Stopp am Lake Taupo, einem großen Kratersee, sind wir weiter um im Waikato River zu baden. An einer Stelle fließt hier ein kleiner Thermalbach, der ca. 80Grad heißes Wasser mit sich führt, in den Fluß und bildet eine Art natürlichen Jacuzzi :D Das heiße Wasser des Bachs mischt sich mit dem kalten Wasser des Waikato (der im Lake Taupo entspringt) und man sucht sich die Stelle mit der angenehmsten Temperatur und entspannt. Wenn es einem zu warm wird schwimmt man kurz raus in den Fluß, kühlt sich ab und kehrt dann zum Bach zurück. Das hätte ich tagelang so machen können – nach drei Stunden im Wasser sind wir dann aber letztlich völlig erholt und ziemlich schrumpelig wieder nach Auckland aufgebrochen.

Übrigens, nur um es kurz mal erwähnt zu haben – ich hab` ne Karte für das Fat Freddy`s Drop Konzert am 03.04. im Powerstation / Mount Eden – yeaaaah :D !

5 Kommentare

  1. Hanna Helena on März 25, 2009 12:25

    `Es war, als hätt der Himmel
    Die Erde still geküsst´…
    jetzt weiß ich was Du mit dem Horizont meinst…

  2. Manfred on März 25, 2009 11:11

    Atem beraubende Bilder einer phantastischen, unwirk(t)lichen Landschaft.
    Junge, Du hast das “Auge”!

  3. Mathias on März 27, 2009 4:53

    hy na wie gehts dir so? schöne fotos sind echt fantastisch.
    lg matze

  4. Schwesterherz on März 30, 2009 5:12

    Hey Dennis, unglaublich schön die Bilder ! So viele Farben auf einen Fleck gebannt du erlebst da wirklich eine ganz andere Welt… freu mich schon auf deine Heimkehr !

  5. synthi on April 6, 2009 6:01

    wow echt supi die fotos. ich will auch :O(

Einen Kommentar schreiben.